Es begann mit einem geheimnisvollen Brief, der an 15 Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen verteilt wurde.

Dieser Brief war die Einladung zu einer abenteuerlichen Reise.

Während der folgenden drei Tage lernten wir den Schildknappen Tiuri kennen und erfuhren von seiner gefährlichen Aufgabe, eine geheimnisvolle Botschaft in das ferne Königreich Unauwen zu bringen.

In diesen Lesepausen lauschten die Kinder gebannt dem spannenden Abenteuerroman. Der Brief für den König“ von Tonke Dragt und entwarfen nebenbei tolle Bilder, die die verschiedenen Szenen des Buches darstellen.

Auf unserer Forschungsreise zwischen den Lesepausen lernten wir das Leben der Ritter im Mittelalter kennen. Zunächst erfuhren wir, wann die Ritter gelebt haben und was Ritter eigentlich waren. Wir lernten, was es für ritterliche Tugenden gab, die jeder Ritter erfüllen musste.

Diese Tugenden sind edle Eigenschaften, wie z.B. Ehre, Höflichkeit, Fleiß und Freundlichkeit.

Wir lernten auch den Weg kennen, den ein junger Page gehen musste, um der Knappe eines Ritters zu werden, um dann schließlich selbst zum Ritter geschlagen zu werden.

Und wir erfuhren auch, dass es auch Frauen gab, die Ritter waren, wie z.B. Johanna von Orléans. Dieses erlernte Wissen sammelten die Kinder auf Postern, die sie für unsere Ausstellung gestalteten. 

Der Höhepunkt unserer Projekttage sollte der Ritterschlag werden. Für diese Ehrung brauchten die Kinder neben einem würdevollen Namen natürlich auch ein eigenes Wappen und einen Ritterhelm. Den ehrenvollen Namen hatten die Schülerinnen und Schüler bereits am Ende des ersten Tages aus der geheimnisvollen Truhe gezogen. So waren Namen entstanden, wie Alina die Großzügige, Luisa die Mutige, Fynn der Kämpferische oder Noah-Noel der Mächtige, mit denen wir uns während der Projekttage auch anredeten.

Das Wappen und den Ritterhelm hatten die Kinder an den anderen Tagen mit Eifer gebastelt und gestaltet.
Ausgestattet mit Wappen und Helm wurden sie zum Abschluss, nachdem sie versprochen hatten, die ritterlichen Tugenden zu befolgen, zum Ritter oder zur Ritterin geschlagen. Als Erinnerung an diesen Ritterschlag wurde ihnen eine Urkunde überreicht.